ALPHV: 15 Millionen US-Dollar für Tipps zur Ergreifung der Ransomware-Gruppe

Die Cyberkriminellen von ALPHV/Blackcat erpressen weltweit Opfer. Nun bietet das FBI hohe Belohnungen für Tipps zur Identifizierung der Täter.

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(Bild: ronstik/Shutterstock.com)

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Das Federal Bureau of Investigation (FBI) will die Ermittlungen gegen die Cyberkriminellen hinter ALPHV/Blackcat-Gruppe ankurbeln und schreibt für Tipps zur Ergreifung der Täter eine Belohnung von bis zu 15 Millionen US-Dollar aus.

Das geht aus einem Beitrag der Strafermittlungsbehörde hervor. Für Informationen zur Offenlegung der Identität der Anführer und Standorte der Kriminellen wollen sie maximal 10 Millionen US-Dollar zahlen. Tipps, die zur Festnahme von ALPHV-Partnern führen, sind zusätzlich bis zu 5 Millionen US-Dollar wert.

Ende 2023 gelang den Ermittlern in einer internationalen Kooperation, unter anderem mit der Polizeidirektion Göttingen, ein Schlag gegen die IT-Infrastruktur und die Behörden hatten Zugriff auf die ALPHV-Server.

Der anonyme Briefkasten des FBI basiert wie auch der von heise investigativ auf SecureDrop.

Offensichtlich hat der Schlag die Gruppe weniger empfindlich als gehofft getroffen, sodass die Strafverfolger die Ermittlungen mithilfe von Tipps von Dritten vorantreiben wollen. Weltweit sollen die Kriminellen bislang mehr als 1000 Opfer um insgesamt fast 100 Millionen US-Dollar erpresst haben. Die Bande soll seit Ende 2021 unter dem Namen ALPHV operieren.

Informanten können Hinweise über einen anonymen Briefkasten im Tor-Netzwerk beim FBI einreichen. Im Kontext von heise investigativ, bieten auch c't und heise online so einen Briefkasten an. Wie die US-Behörde setzen wir auf SecureDrop, damit Tippgeber uns anonym und untrackbar kontaktieren können.

Offensichtlich hat die USA die Nase gestrichen voll von Ransomware und jüngst hat sogar die US-Regierung eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar für die Ergreifung der Hive-Gruppe ausgeschrieben.

Erpressungstrojaner sind auch hierzulande nach wie vor eine ernste Bedrohung. Zuletzt hat es unter anderem den Hörgerätehersteller Kind erwischt. Wie man Unternehmen effektiv vor Attacken schützt, diskutieren unter anderem Pentester und Strafermittler in der Podiumsdiskussion "Ransomware, die größte IT-Bedrohung unserer Zeit: Können wir uns noch zur Wehr setzen?" auf der IT-Security-Kongressmesse secIT 2024 am 6. März in Hannover.

(des)